Mysteriöse Motorheilung: Lautes Pingeln verschwindet von selbst
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Re: Mysteriöse Motorheilung: Lautes Pingeln verschwindet von selbst
22 Juni 2024 16:00
Alternativen zu einem Endoskop findet mann im Internet ab 20€… Anschluss am PC über USB ist ganz einfach. Die Kamera dann mit Leuchte kaufen … funktioniert sehr gut.
Grüße. Jclaude
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- Borgward_ic58
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Re: Mysteriöse Motorheilung: Lautes Pingeln verschwindet von selbst
22 Juni 2024 20:48 - 22 Juni 2024 23:02
Hallo Jürgen;
es waren nur noch kleinste Bruchstücke im Brennraum und es waren keine sichtbaren Riefen in der Zylinderwand, folglich konnten es nicht die Kolbenringe sein, es musste also eine andere Ursache haben. Der Abbruch an der Ventilführung wurde erst vom Motoreninstandsetzer festgestellt, der hatte noch "gute" Augen.
Der Abbruch an der Ventilführung ist mit einem Endoskop nicht sichtbar, da er hinter dem Ventilsitz liegt, deshalb kommt man um ein zerlegen des Zylinderkopfes nicht herum.
Gruß Karl
es waren nur noch kleinste Bruchstücke im Brennraum und es waren keine sichtbaren Riefen in der Zylinderwand, folglich konnten es nicht die Kolbenringe sein, es musste also eine andere Ursache haben. Der Abbruch an der Ventilführung wurde erst vom Motoreninstandsetzer festgestellt, der hatte noch "gute" Augen.
Der Abbruch an der Ventilführung ist mit einem Endoskop nicht sichtbar, da er hinter dem Ventilsitz liegt, deshalb kommt man um ein zerlegen des Zylinderkopfes nicht herum.
Gruß Karl
Letzte Änderung: 22 Juni 2024 23:02 von Borgward_ic58.
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Re: Mysteriöse Motorheilung: Lautes Pingeln verschwindet von selbst
22 Juni 2024 20:55
Bei einem " Kolbenausbruch " vermindert sich die Kompression nicht - es dichten ja die Ringe ab. Eine Druckverlustprüfung könnte Sinn machen.
War es wirklich die Ventilführung - muß man sehen, welchen Schaden die angerichtet hat. Das läuft dann auf alle Fälle auf eine Zylinderkopfüberholung hinaus.
War es wirklich die Ventilführung - muß man sehen, welchen Schaden die angerichtet hat. Das läuft dann auf alle Fälle auf eine Zylinderkopfüberholung hinaus.
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- Oldimat
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Re: Mysteriöse Motorheilung: Lautes Pingeln verschwindet von selbst
13 Juli 2024 10:40
Hallo,
Danke nochmal für Eure Ratschläge bisher. Ich habe erst jetzt das Auo aus der Werkstatt, wo es der ADAC hingebracht hatte, abholen und mir auch ein eigenes Bild machen können. Das läßt sich so zusammenfassen:
Das starke Pingen, das der Anlass zur Motorpanne auf der Autobahn Anfang Juni war, ist völlig verschwunden. Es ist aber trotzdem klar, dass der Motor einen Schaden hat.
Der Motor läuft im Leerlauf unruhig. Bei niedrigen Geschwindigkeiten, im normalen Landstrassen- und Ortsverkehr, läuft der Motor gefühlt normal. Bei höheren Drehzahlen oder Steigungen würde sich wahrscheinlich ein Leistungsverlust zeigen. Grund ist die fehlende Kompression im 3. Zylinder (von hinten). Diese beträgt nur 2-3 bar, während die anderen Zylinder etwa 8-9 bar aufweisen.
Ein Test mit ca. 10ccm Öl, eingespritzt in das Kerzenloch von Zylinder 3,ergab keine nennenswerte Verbesseung des Kompressionswertes.Daraus kann man folgern, dass der Kompressionsverlust an den Ventilen oder an der Zylinderkopfdichtung liegt. Es Könnte aber auch an Kolben oder Kolbenringen liegen.
Schon vor der Motorpanne hatte der 3. Zylinder deutlich um 2-3 bar weniger Kompression als die anderern drei. Der Motor lief aber rund und hatte sehr gute Leistung. (auf der Autobahn mühelos immer 120 km/h).
Es ist wahrscheinlich, dass das plötzliche starke Pingelgeräush und der Kompressionsabfall des 3. Zylinders zusammenhängen. Es können aber auch zwei verschiedene Defekte sein.
Wa ist zu tun?
Zunächst sollte noch mal bei abgenommenr Ventilhaube der Motor von Hand durchgedreht werden, um evtl. äußere Defekte am Ventiltrieb, Federn, Stößelstangen von außen festzustellen.
Dann sollte mit einem Endoskop, das durch die Kerzenlöcher in die Brennräume eingeführt wird, nach sichtbaren Defekten an den Ventilen oder Kolben/-ringen gesucht werden.
In einem dritten Schritt muß der Zylinderkopf abgenommen werden, so dass man ihn auf Defekte untersuchen und kolben/-ringe einsehen kann.
In einem 4. Schritt müßte der Motor ausgebaut und (teilweise) demontiert werden.
Was haltet Ihr davon??
Beste Grüße und Dank im voaus für Euer Mitdenken
Oldimat
Danke nochmal für Eure Ratschläge bisher. Ich habe erst jetzt das Auo aus der Werkstatt, wo es der ADAC hingebracht hatte, abholen und mir auch ein eigenes Bild machen können. Das läßt sich so zusammenfassen:
Das starke Pingen, das der Anlass zur Motorpanne auf der Autobahn Anfang Juni war, ist völlig verschwunden. Es ist aber trotzdem klar, dass der Motor einen Schaden hat.
Der Motor läuft im Leerlauf unruhig. Bei niedrigen Geschwindigkeiten, im normalen Landstrassen- und Ortsverkehr, läuft der Motor gefühlt normal. Bei höheren Drehzahlen oder Steigungen würde sich wahrscheinlich ein Leistungsverlust zeigen. Grund ist die fehlende Kompression im 3. Zylinder (von hinten). Diese beträgt nur 2-3 bar, während die anderen Zylinder etwa 8-9 bar aufweisen.
Ein Test mit ca. 10ccm Öl, eingespritzt in das Kerzenloch von Zylinder 3,ergab keine nennenswerte Verbesseung des Kompressionswertes.Daraus kann man folgern, dass der Kompressionsverlust an den Ventilen oder an der Zylinderkopfdichtung liegt. Es Könnte aber auch an Kolben oder Kolbenringen liegen.
Schon vor der Motorpanne hatte der 3. Zylinder deutlich um 2-3 bar weniger Kompression als die anderern drei. Der Motor lief aber rund und hatte sehr gute Leistung. (auf der Autobahn mühelos immer 120 km/h).
Es ist wahrscheinlich, dass das plötzliche starke Pingelgeräush und der Kompressionsabfall des 3. Zylinders zusammenhängen. Es können aber auch zwei verschiedene Defekte sein.
Wa ist zu tun?
Zunächst sollte noch mal bei abgenommenr Ventilhaube der Motor von Hand durchgedreht werden, um evtl. äußere Defekte am Ventiltrieb, Federn, Stößelstangen von außen festzustellen.
Dann sollte mit einem Endoskop, das durch die Kerzenlöcher in die Brennräume eingeführt wird, nach sichtbaren Defekten an den Ventilen oder Kolben/-ringen gesucht werden.
In einem dritten Schritt muß der Zylinderkopf abgenommen werden, so dass man ihn auf Defekte untersuchen und kolben/-ringe einsehen kann.
In einem 4. Schritt müßte der Motor ausgebaut und (teilweise) demontiert werden.
Was haltet Ihr davon??
Beste Grüße und Dank im voaus für Euer Mitdenken
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Re: Mysteriöse Motorheilung: Lautes Pingeln verschwindet von selbst
13 Juli 2024 11:51
Hallo Oldimat,
ich würde mir die Suchmühen ersparen und sofort den Motor ausbauen. Wenn etwas innen drin passiert ist, dann muss es so oder so entschieden werden.
Abgesehen von den Kosten, wäre der Motor nach der Aktion sicher und mehr kann dann nicht mehr kaputt gehen.
Grüße. Jclaude
ich würde mir die Suchmühen ersparen und sofort den Motor ausbauen. Wenn etwas innen drin passiert ist, dann muss es so oder so entschieden werden.
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Re: Mysteriöse Motorheilung: Lautes Pingeln verschwindet von selbst
13 Juli 2024 13:28
Moin, ich würde auch nicht groß rumsuchen, sondern erstmal nur den Zylinderkopf runternehmen.. Wenn er dann nicht der Grund war, kann man den Motor immernoch ausbauen.
Hat ja nicht jeder die Möglichkeit, mal eben den Motor auszubauen.
Hat ja nicht jeder die Möglichkeit, mal eben den Motor auszubauen.
Gruß Andi
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Re: Mysteriöse Motorheilung: Lautes Pingeln verschwindet von selbst
13 Juli 2024 14:54
Stimme zu; man kann das Endoskop probieren - wenn keine Klarheit herrscht, runter mit dem Kopf. Das geht so einfach, daß man es zur Not auf einem Autobahnparkplatz machen könnte. Kompression 2 - 3 ist ein klares Alarmsignal, möglichst so nicht viel fahren.
Nachsehen, ob Ventilspiel vorhanden - hätte es ein Ventil völlig zur Minna gemacht, dann wäre Kompression auf diesem Zylinder Null.
Öl bringt nichts ? Schaden eher auf Ventilseite zu suchen; man kann es mal mit dickem Kleister ( SAE 50 oder so ) versuchen - und dann sieht man weiter.
Daß noch etwas Kompression vorhanden ist - zeigt, daß Habre mit der Ventilführung vermutlich richtig liegt.
Also, ran an den Ventiltrieb...
Nachsehen, ob Ventilspiel vorhanden - hätte es ein Ventil völlig zur Minna gemacht, dann wäre Kompression auf diesem Zylinder Null.
Öl bringt nichts ? Schaden eher auf Ventilseite zu suchen; man kann es mal mit dickem Kleister ( SAE 50 oder so ) versuchen - und dann sieht man weiter.
Daß noch etwas Kompression vorhanden ist - zeigt, daß Habre mit der Ventilführung vermutlich richtig liegt.
Also, ran an den Ventiltrieb...
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- Oldimat
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Re: Mysteriöse Motorheilung: Lautes Pingeln verschwindet von selbst
03 Mai 2025 13:45
Hallo Fangemeinde,
Ich schulde Euch noch das Ende dieser Geschichte, also die Lösung des "Rätsels".
Der Zylinderkopf wurde abgebaut, und man konnte sehen, dass an dem betroffenen 3. Zylinder starke Ölkohleablagerungen am Kopf sind und sich insgesamt ein anderes Bild bietet als an den anderen Zylindern. Vor allem sieht man am Rande des Kolbenbodens einen etwa 7mm langen Schlitz, in dem ein Metallstückchen so feststeckt, dass es den Schlitz nahezu ganz ausfüllt. Wahrscheinlich ist das ein abgebrochenes Stück von einem Kolbenring.
Ich besorgte mir daraufhin einen revidierten Motor und Zylinderkopf,und ließ diese von meiner Werkstatt einbauen. Zur Zeit bin ich dabei, den neuen Motor, der gut läuft, vorsichtig einzufahren. Den schadhaften Motor haben wir noch nicht demontiert.
Zusammengefasst lag der Schaden, der zu einem starken Kompressionsabfall führte, wahrscheinlich an einem gebrochenen Kolbenring, von dem ein Stückchen gewandert ist und sich verklemmt hat. Viele von Euch hatten Ähnliches vermutet. Das starke "Pingeln" wurde wahrscheinlich durch ein Metallstückchen im Brennraum verursacht, das dann spurlos durch den Auspuff verschwand.
Danke nochmals sehr für Eure Hilfe!
Beste Grüße,
Jürgen
Ich schulde Euch noch das Ende dieser Geschichte, also die Lösung des "Rätsels".
Der Zylinderkopf wurde abgebaut, und man konnte sehen, dass an dem betroffenen 3. Zylinder starke Ölkohleablagerungen am Kopf sind und sich insgesamt ein anderes Bild bietet als an den anderen Zylindern. Vor allem sieht man am Rande des Kolbenbodens einen etwa 7mm langen Schlitz, in dem ein Metallstückchen so feststeckt, dass es den Schlitz nahezu ganz ausfüllt. Wahrscheinlich ist das ein abgebrochenes Stück von einem Kolbenring.
Ich besorgte mir daraufhin einen revidierten Motor und Zylinderkopf,und ließ diese von meiner Werkstatt einbauen. Zur Zeit bin ich dabei, den neuen Motor, der gut läuft, vorsichtig einzufahren. Den schadhaften Motor haben wir noch nicht demontiert.
Zusammengefasst lag der Schaden, der zu einem starken Kompressionsabfall führte, wahrscheinlich an einem gebrochenen Kolbenring, von dem ein Stückchen gewandert ist und sich verklemmt hat. Viele von Euch hatten Ähnliches vermutet. Das starke "Pingeln" wurde wahrscheinlich durch ein Metallstückchen im Brennraum verursacht, das dann spurlos durch den Auspuff verschwand.
Danke nochmals sehr für Eure Hilfe!
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Jürgen
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