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Zylinderkopf Experiment

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Zylinderkopf Experiment

11 Nov. 2025 10:22
#56973
Hallo Borgwardgemeinde,

ich plane einen Zylinderkopf um bis zu 1,8 mm abzuschleifen… ich weiß, das macht man eigentlich nicht. Trotzdem möchte ich einen Versuch wagen in dem ich eine geeignete Dichtung anfertigen lasse. Dann müsste ich die OT-Suche und Ventilnachstellung nicht umständlich durchführen. 
Warum will ich das probieren? Weil vermutlich der Motor nie wieder alltäglich laufen muss somit wenig Kilometer moderat gefahren werden würden. Mit sauber planaren Flächen dürfte die Dichtung gut halten. 

Was sind eure Bedenken? 

Grüße. Jclaude 
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Re: Zylinderkopf Experiment

11 Nov. 2025 12:28 - 11 Nov. 2025 12:47
#56974
Moin zusammen,

J. Cl.: Die einzigste Komplikation, die ich im Moment sehe: Die Kompression erhöht sich und welche verbleibende Toleranz haben die Ventile zum Kolben bei OT ???
Nicht, dass es da Kollisionen gibt!? Und hält das ganze Konstrukt dauerhaft die erhöhte Belastung aus ?

Was sagen die Rennsport- Tuner??

P.S: Was mir noch gerade einfällt: Wie wurde denn der Motor des RS " Stahl- Coupe´s modifiziert? Der wurde ja auch von Karl Ludwig Brandt " in die Mangel" genommen und auf Standfestigkeit getrimmt...??? 

Beste Grüsse, Manni 
Letzte Änderung: 11 Nov. 2025 12:47 von Tempomanni.
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Re: Zylinderkopf Experiment

11 Nov. 2025 12:36 - 11 Nov. 2025 12:37
#56975
Hallo Manni,... danke

die Dichtung würde angepasst werden d.h. dicker und etwas stärker werden... so bliebe die Kompression eher gleich. Die Kolben scheinen ca. 5 mm im Zylinder oben umzukehren sodass sie nirgends kollidieren würden. Das kann ich im Zylinder sehen.

Rennsport-Tuner... habe nichts gefunden außer wenn Turbos eingebaut werden... da sollte die Kompression durch eine dickere Dichtung verringert werden.

Grüße, Jclaude
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Letzte Änderung: 11 Nov. 2025 12:37 von Miss Daisy.

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Re: Zylinderkopf Experiment

11 Nov. 2025 13:56
#56977
Alternativ habe ich Erfahrungsberichte gelesen die mittels JB Weld stark zerfressene Zylinderköpfe "vergießen" und planen. Dann kann eine Originaldichtung verwendet werden.

Gibt es dazu Erfahrungen bei Borgward?

Grüße, JClaude

Bericht aus dem Netz:

 
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Re: Zylinderkopf Experiment

11 Nov. 2025 16:07
#56978
Hallo.
Zuerst müsste man erfahren, um was für einen Kopf es sich handelt.
Ist es ein Hansa 1500 oder 1800?
Oder ein 60 PS Isabella Kopf.
Oder ein Isabella TS Kopf?
Oder ein Hanomag O-301
Aber zuerst die Bedenken einer  möglische Beschädigung durch aufschlagen eines Ventiles.
Die Ventile kommen bei Weitem nicht in den Bereich des Kolbenbodens.

Wenn es ein 60PS Kopf ist, dann hat dieser eine Neuzustandshöhe von genau 83mm.
Wenn es ein 75 PS Kopf ist hat dieser eine Neuzustandshöhe von genau 80mm.
Will heißen! Bei dem 60 PS Kopf kann man ohne Probleme 3mm von unten wegfräsen!
Bei dem 75PS Kopf muss man mehr aufpassen.
Durch das Abnehmen von Material wird die Auflagefläche der Kopfdichtung im Bereich des Brennraumes verkleinert, da der Brennraum nach innen breiter wird.
Außerdem wird der Kühlkanal der Zündkerze immer schmaler.
Heißt: Bei mehr wie 1mm wird es brenzlig.
Das Verdichtungsverhältnis muss man durch Auslitern des Brennraumes im Verhältnis zum tatsächlichen Hubraum plus der Kopfdichtungsstärke errechnen.

Bei einem 60PS Motor sollten die kürzeren Stößelstangen des 75PS Motors verwendet werden, da die Längeren sonst in Bewegungstaumeln gehen, weil das Winkelverhältnis nicht mehr stimmt.
 
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Re: Zylinderkopf Experiment

11 Nov. 2025 18:17
#56980
...und nicht vergessen : das Steigrohr von Wapu zum Thermostatgehäuse. Kommt das Thermostatgehäuse tiefer - wird das Rohr zu lang.
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Re: Zylinderkopf Experiment

11 Nov. 2025 18:48
#56982
Die Aktion plane ich mit einem H1500 und eine 60 PS Isabella. 
H1500 vergießen und
60 PS abschleifen. 
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Re: Zylinderkopf Experiment

11 Nov. 2025 20:59 - 13 Nov. 2025 18:22
#56985
Wenn man den 60 PS um 1,8mm abnimmt braucht man keine dickere Kopfdichtung nehmen.
Der läuft höchstens besser.
Normalbenzin gibt s sowieso nicht mehr.
Der H1500 hatte ja nur ein Verdichtungsverhältnis von 6,5:1
War dem damaligem Kraftstoff mit nur um die 70 Oktan geschuldet.
Den kann man heute problemlos auf 7,5:1 anheben.
Wenn möglich keine NOS Kopfdichtung verwenden, die taugen nicht viel.
Also: Bevor ich da irgendeine Alumischung draufgießen würde, lieber abnehmen.
Bei dem INKA Wagen wurde auch der originale H1500 auf 7,5:1 angehoben.
 
Letzte Änderung: 13 Nov. 2025 18:22 von habre16.
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